CSNB - Nachtblindheit beim Briard

Die Rasse Briard ist betroffen von dieser autosomal rezessiv vererbten Augenerkrankung. Die Krankheit ist gekennzeichnet durch eine angeborene Nachtblindheit. Auch das Sehvermögen unter Tageslichtbedingungen ist mehr oder minder stark beeinträchtigt. Betroffene Hunde zeigen ein abnormes Elektroretinogramm (ERG) mit normaler Wellenform aber deutlich verringerter Amplitude. Beim Briard ist die der Nachtblindheit zugrundeliegende Mutation im sog. RPE65-Gen bekannt. Bedingt durch den autosomal-rezessiven Erbgang sind Hunde mit nur einer Kopie des mutierten RPE65-Gens (sogenannte Anlageträger) klinisch unauffällig und können ophthalmologisch nicht identifiziert werden.
Anlageträger geben aber mit einer Wahr- scheinlichkeit von 50% die betroffene Erbanlage an ihre Nachkommen weiter. Bei der Verpaarung von zwei Anlageträgern besteht die Gefahr, daß die Nachkommen von der Nachtblindheit betroffen sind.
Nachkommen mit zwei dieser RPE65-Genkopien zeigen im Alter von wenigen Wochen ein stark beeinträchtigtes Nachtsehvermögen. Nach einigen Jahren findet sich bei einigen dieser Hunde auch eingeschränktes Sehvermögen unter Tageslichtbedingungen. Mit Hilfe des Gentests kann dieser Erbfehler direkt nachgewiesen werden.

Im Labor LABOKLIN erfolgt der Nachweis nicht über Gelelektrophorese, sondern mittels eines genetischen Analysegerätes, das automatisch den Erbfehler sichtbar macht. Dies erlaubt eine wesentlich sicherere Identifikation von erbgesunden Hunden, Anlageträgern und erbkranken Hunden. Im Rahmen der Zucht kann somit eine weitere Ausbreitung des für die Nachtblindheit verantwortlichen Gendefekts vermieden werden. Für den Test wird 1 ml EDTA-Blut benötigt. Die Testdauer beträgt maximal 7 Arbeitstage nach Probeneingang.

 

Quelle: www.laboklin.de

 

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